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Abschlussveranstaltung zum Projekt ,,Prager Frühling – 1968’’


Veranstalter: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Botschaft der Tschechischen Republik, Interkulturelles Zentrum Wien

Wann: am Dienstag, 21.Oktober 2008

Wo: in der Botschaft der Tschechischen Republik, Penzingerstraße 11 – 13, 1140 Wien

Teilnehmer: 8.ORg

Projektbetreuung: Mag. Johannes Langer, Mag. Mechthild Schleser, Dr. Silvia Höbart, Mag. Gabriela Schiffer – Schmiedová, Mag. Eva Zojer

Projektleiterin: Mag. Eva Zojer

An dem bildungspolitischen Projekt ,,Prager Frühling 1968’’ nahmen 10 österreichische Schulen und das Gymnasium Čajkovského aus Olomouc/Olmütz teil. Die Schüler und Schülerinnen beschäftigten sich intensiv, nach einem Impulsworkshop mit PolitikwissenschaftlerInnen, mit unterschiedlichen Teilaspekten zum Prager Frühling. Die Ergebnisse der einzelnen Klassenprojekte wurden bei der Veranstaltung
präsentiert.

Programm:

12.00 – 12.45 – Begrüßung und Kennenlernen der Projektteams
12.45 – 13.30 – Projektpräsentationen
13.30 – 13.45 – Statement S.E. Botschafter Dr. Jan Koukal
Statement SC Mag. Wolfgang Stelzmüller (BMUKK)
13.45 – 14.45 – Podiumsdiskussion
14.45 - Filmvorführung
15.00 – 16.00 – Buffet

Schülerkommentare zu unserem Videofilm, produziert von Alexander Bruneder (Alexander Baldreich) aus der 7.ORg:


04.03.08 - Lehrausgang ins Nachtasyl, 8.ORg Lehrausgang: Nachtasyl: Geschichte der tschechischen Undergroundmusik Gespräch mit Hr. Jirí Chmel im Rahmen des Projektes "1968"
Wir besuchten den Signatar der Charta 77 und Zeitzeugen Jiří Chmel in seinem Klub "Nachtasyl" in Wien. Jiří Chmel unterschrieb die Charta 1977 und führte
ein Leben im Untergrund.

12.03.08 - Teilnahme am Symposium: Der Prager Frühling: das Ende einer Illusion? Internationales Symposium : 11. und 12. März 2008, Diplomatische Akademie in Wien
Das Symposium war ein interessanter Meinungsaustausch der Experten und Zeitzeugen und ermöglichte uns zu verstehen, was damals die Menschen in der Tschechoslowakei dazu bewegte gegen das System zu kämpfen. Eine top-besetzte Diskussionsrunde, unter anderem mit Jiří Gruša, Antonín Liehm, Ludvík Vaculík, Gerd Bacher, Barbara Coudenhove-Kalergi, die auch unterhaltsame Geschichten aus der Vergangenheit lieferten.
Ludvík Vaculík - ,,Dva tisíce slov’’ - ,,2000 Wörter’’
Bewegendes Schriftstück, in welchem er die ,,Mitgefangene’’ des kommunistischen Regimes im Juni 1968 zu bürgerlichem Ungehorsam aufruft. Politische Konsequenzen für den Verfasser des Manifestes und seine Sympathisanten.


12.03.08 - Diskussion mit Hr. Kavin und Fr. Brettschneider zum Thema ,,1968’’ und ,,Charta 77’’
Ein sehr gelungenes und informatives Projekt realisiert in der tollen Atmosphäre der Schulbibliothek. Viele Eindrücke, Informationen und persönliche Erfahrungen von zwei politisch sehr engagierten Personen.


27.03.08 - Diskussion mit dem Schriftsteller Pavel Kohout
Der berühmte Schriftsteller Pavel Kohout hinterließ das Bild eines standfesten, selbstsicheren Mannes, der aber gerne auf Fragen bezüglich seiner Erfahrungen eingeht.
Ein Schülerkommentar über den ebenfells bekannten tschechischen Schriftsteller Milan Kundera und seinen Roman ,,Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins’’:
Es war das mit Abstand beste literarische Werk, das ich über das kommunistische Regime und den Prager Frühling gelesen und interpretiert hatte.


25.04.08 - Lehrausgang : Film mit Diskussion in der Urania
In dem sehenswerten Animationsfilm ,,Der Tod des Stalinismus in Böhmen’’ schaffte es Jan Švankmajer innerhalb von fünfzehn Minuten die komplette Geschichte des Kommunismus in einprägenden Bildern zusammenzufassen. Danach folgte ein interessanter Vortrag von Frau Dr. Jana Starek.

19.05.08 - Workshop: "Prager Frühling", 7.ORg (mit Susanne Weber und Mag. Magdalena Kurz)
Bei diesem informativen Workshop konnten wir im Nachhinein unser bisheriges Wissen besser ordnen und Zusammenhänge verknüpfen.


17.06.08 - Diskussion mit Dr. Jana Starek
Fr. Dr. Starek erzählte uns über die Geschichte der Tschechoslowakei im 20.Jahrhundert, besonders detailreich über die Anfänge des Prager Frühlings.


20.08.08 - Empfang bei den Präsidenten Fischer und Klaus in Mikulov
Preisübergabe an die Erstplatzierten des internationalen Wettbewerbes ,,Prager Frühling 1968’’ sowie Smalltalk mit den Präsidenten Dr. Fischer und Dr. Klaus. Nach langem Warten, viel Stress und einer zwanzigminütigen Pressekonferenz durften wir einmal kurz die Hände beider Präsidenten schütteln – trotz dem kurzen Vergnügen ein einmaliges Erlebnis.
31.07. Im internationalem Aufsatzwettbewerb zum Thema "Prager Frühling" belegten unsere SchülerInnen folgende Plätze: 5. Platz Judita Huber, 6. Platz Dagmar H., 8.Platz Andreas Egermeier, 9. Platz Claudia Klein.
Es war auch sehr spannend persönlichen Impuls über das Jahr 68 zu schreiben und noch einmal selber zu recherchieren und sich Gedanken zu machen, wie es damals wirklich war und wie die Prager Ereignisse mit dem Weltgeschehen zusammenhängen.


Information zur Podiumsdiskussion:

Personen am Podium:
Claudia Klein – 7.ORg (ORg Komensky)
Schülerin aus der Klusemannschule
Mag. Aloisia Wappel (Klusemnn Graz)
Mag. Eva Zojer (ORg Komensky)
MR Dr. Wolfgang Fingernagel (BMUKK) und
Univ. – Prof. Dr. Peter Gerlich

Moderation:
Mag. Magdalena Kurz

Die grundlegende Frage, welche bei der Podiumsdiskussion der ,,drei Generationen’’ diskutiert wurde, lautete:
,,Warum sollen wir uns heute 2008, 40 Jahre nach dem Geschehen, mit den Ereignissen des Prager Frühlings auseinandersetzen?’’

In der ersten Runde wurden die Teilnehmer der Podiumsdiskussion um eine kurze Stellungnahme zur Thematik und zur grundlegenden Fragestellung gebeten. Auf Grund der Dichte des Programmes wurden sie gebeten, die maximale Redezeit von drei Minuten pro Runde nicht zu überschreiten.
In der zweiten Runde wurde nochmals auf die Thesen, mit welchen die SchülerInnen bereits arbeiteten, Bezug genommen.
Thesen:
a) Zivilcourage einiger weniger Menschen bewirkt nichts.
b) Der Prager Frühling hat die Welt bewegt.
c) Die Ereignisse des Prager Frühlings lassen sich mit heutigen Entwicklungen vergleichen.
d) Medien und Weltöffentlichkeit spielen keine Rolle in Bürgerbewegungen.